Stadtgestaltung

Icon StadtgestaltungEin Ort lebt immer von der Atmosphäre und den Menschen, die dort verweilen – schaffen wir mit guter Stadtgestaltung Plätze, an denen sich Menschen gerne aufhalten.

Antwerpen: Zuidpark / Zuiderdokken (Gastbeitrag)

Der Zuidpark ist eines der wichtigsten strategischen Stadtentwicklungsprojekte Antwerpens der letzten Jahre. Als sog. “Superpark” ist er eine der großen grün-blauen Hauptstrukturen der Stadt, zu denen auch die Tuinstraten (siehe Beitrag https://move-forward.eu/2026/03/11/antwerpen-gartenstrasse/) gehören. Das Areal blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Ende des 19. Jahrhunderts wurden hier drei Hafenbecken, das Kooldok, das Schippersdok und das […]

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Antwerpen: Gartenstraße (Gastbeitrag)

Gartenstraße in Antwerpen

Zunehmende Starkregenereignisse, Hitzeperioden und Trockenphasen als Folgen des Klimawandels erfordern eine Stärkung der Resilienz von Städten und Kommunen. Das Prinzip der Schwammstadt, einer wassersensiblen Planung und Gestaltung, ist dabei integraler Bestandteil der Stadtentwicklung und kommunaler Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepte. Wesentliche Aspekte hierbei sind die Umsetzung blau-grüner Infrastrukturelemente, eine dezentrale Regenwasserbewirtschaftung, Entsiegelung und Begrünung im öffentlichen Raum und

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Oxford: Zero Emission Zone 

Zero Emission Zone in Oxford, England

Auch in Oxford war die Luftverschmutzung, die hauptsächlich durch den Kfz-Verkehr verursacht wird, sehr hoch. Wie bereits in unserem Beitrag zu (Ultra) Low Emission Zones in u.a. Edinburgh beschrieben, ist es auch in Oxford Ziel, im Stadtkern die Luftverschmutzung zu reduzieren. Außerdem will der Oxfordshire County Council und Oxford City Council ein Umdenken im Mobilitätsverhalten

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Barcelona: Poblenou und Parc de les Glòries als Beispiele für gelungene Stadtgestaltung

Der etwa 20.000 m² große Parc de les Glòries ist nicht nur der zweitgrößte Park Barcelonas, sondern stellt auch ein Symbol für den Wandel weg von Verkehr und Beton hin zu einer nachhaltigen Stadtgestaltung dar. Die Parkanlage wurde nach über zehn Jahren Bauzeit unter dem Projektnamen „Canopia“ im Jahr 2025 endgültig eingeweiht. Wo sich heute

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Simpelveld: Rote Straßenbeleuchtung

Rote Straßenbeleuchtung auf der A 76 bei Simpelveld (Niederlande)

Aufgabe der Straßenbeleuchtung ist es, die Verkehrssicherheit von Verkehrsteilnehmenden in der Nacht zu verbessern. Durch energieeffiziente Straßenbeleuchtung in der „richtigen“ Farbe kann nicht nur Energie gespart, sondern auch das Klima und die Umwelt geschützt werden. So setzen beispielsweise die Niederlande sowohl innerorts als auch außerorts an einigen Stellen auf rote LED-Straßenbeleuchtung. Innerorts kann die Helligkeit

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Ravensburg: Umgestaltung Gespinstmarkt

Gespinstmarkt Ravensburg

Wie viel Einfluss die Stadtgestaltung auf die Aufenthaltsqualität und die Lebendigkeit in Quartieren hat, kann an der Umgestaltung des Gespinstmarktes in Ravensburg beobachtet werden. Vor einigen Jahren vor allem als Parkplatz für Kfz genutzt, wurde der gesamte Platz 2021 durch die Stadt zur Fußgängerzone umgebaut und den Menschen zurückgegeben. Bänke und Sitzhocker laden zum Verweilen

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Köln: Fahrradbügel für Lastenräder

Drei Fahrradbügel speziell für Lastenfahrräder mit entsprechender Abbildung als Markierung.

Lastenräder sind umweltfreundlich und erfreuen sich vor allem in urbanen Räumen wachsender Beliebtheit. Zwischen 2019 und 2024 steigerten sich die Verkaufszahlen in Deutschland von 76.000 auf 235.000 pro Jahr. [1] Zwar benötigt ein Lastenfahrrad deutlich weniger Stellfläche als ein Pkw, jedoch sind reguläre Fahrradbügel an Radabstellanlagen häufig zu eng aneinandergereiht für Lastenfahrräder. Um dieses Problem

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Esslingen am Neckar – Verkehrsvermeidung in der historischen Altstadt

Versenkbare Poller mit Kamera und Kennzeichenerfassung

Die Ritterstraße in Esslingen war bis vor wenigen Jahren durch viele Pkw, insbesondere Einkaufs- und Besucherverkehr, stark belastet. Um unnötigen Verkehr zu vermeiden, wurde dieser Durchgangsverkehr eingeschränkt. Besonders der Parksuchverkehr in der Innenstadt führte zu einer erhöhten Lärmbelastung und einem unnötigen Schadstoffausstoß. Der Besucherverkehr soll vor allem in den Parkierungsanlagen in der Stadt parken.  Daher

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La Paz: Urbanes Seilbahnnetz als Grundlage des städtischen ÖPNV

Eindruck des urbanen Seilbahnnetzes in La Paz, Bolivien

La Paz, die Hauptstadt Boliviens, und die angrenzende Stadt El Alto bilden den größten Ballungsraum in Bolivien. 2014 wurde dort zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs die erste von aktuell zehn Seilbahnlinien eröffnet. Die miteinander verknüpften Linien weisen auf einer Gesamtlänge von 30 km insgesamt 36 Stationen auf (zwei bis fünf Stationen je Linie), siehe Abbildung

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Bozen: „Parkplatz“ für Mülltonnen

Große Mülltonne auf Stellplatz, der früher für Kfz vorgesehen war und heute durch Poller geschützt ist.

Der Straßenraum wurde in der Vergangenheit häufig von innen nach außen geplant. Das heißt, zuerst wurde der verfügbare Raum dem rollenden Kfz-Verkehr (mittige Fahrbahn) und zuletzt dem Fußverkehr (die Gehwege am Rand) zugeschlagen. Somit wurde und wird dem Fußverkehr auf Gehwegen häufig nur unzureichender Platz zugestanden. In Deutschland sehen die „Empfehlungen für Fußverkehrsanlagen“ (EFA) der

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Tampere: Fahrradständer PedalSlot

Schmaler Fahrradständer des Herstellers PedalSlot Oy in Tampere, Finnland

In der finnischen Stadt Tampere wurden im Zuge der Umgestaltung durch die Wiedereinführung einer Straßenbahn auf dem zentralen Boulevard Hämeenkatu zwischen dem Bahnhof Tampere und dem Park „Hämeenpuisto“ auf den ersten Blick ungewöhnliche Fahrradständer montiert. Gegenüber den klassischen Anlehnbügeln, wie sie in vielen Ländern weit verbreitet sind, ist diese Ausführung des Herstellers PedalSlot Oy deutlich

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Rothenburg ob der Tauber: barrierearmes Kopfsteinpflaster

geschliffenes Kopfsteinpflaster in Rothenburg ob der Tauber

In vielen historischen Altstädten sind die Straßen mit Kopfsteinpflaster gepflastert. Dieses ist häufig historisch und dementsprechend alt und sehr grob. Das Fahren oder Laufen über dieses Kopfsteinpflaster ist für alle Verkehrsteilnehmer:innen unkomfortabel und behindernd. Zudem erzeugt das Fahren auf Kopfsteinpflaster höhere Lärmemissionen, sodass auch für die Anwohner:innen Nachteile bestehen. Das Kopfsteinpflaster gegen eine asphaltierte Fahrbahn

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Phosphoreszierende oder auch nachleuchtende Markierung

Nachleuchtende Markierung auf Radwegen (Quelle: OliKrom SAS)

Wer kennt sie noch, die kleinen Sterne an der Decke des Kinderzimmers, die nachts nachleuchten? Das tagsüber gespeicherte Licht wird nachts wieder abgegeben und bildet so einen Sternenhimmel über dem Kinderbett. Genau diese Funktionsweise kann auch bei der Markierung von Verkehrsflächen eingesetzt werden, u. a. bei Geh- oder Radwegen. Bei der Markierung wird das Tageslicht

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Großbritannien: (Ultra) Low Emission Zone

Low Emission Zone Piktogramm Teaser

Im Jahr 2007 wurde in London der Höchstwert an verkehrsbedingter Luftverschmutzung gemessen, welcher sowieso seit dem Jahr 2000 schon über dem durch die EU vorgegebenem Grenzwert liegt. Als Konsequenz wurde im Februar 2008 in London die erste sogenannte Low Emission Zone (kurz: LEZ) eingeführt. Seitdem ist die Fahrt in die Innenstadt ausschließlich Fahrzeugen mit entsprechender

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Utrecht Centraal: Bücherschrank im Bahnhof

Bücherschrank im Bahnhof Utrecht Centraal

Bücherschränke kennen wir auch aus Deutschland – man stellt ein Buch hinein und kann sich dafür ein anderes Buch herausnehmen. Bezahlen muss man dafür nichts! Ein ansprechendes Exemplar einer öffentlichen Bücherbörse befindet sich im Bahnhof Utrecht Centraal. Da es sich bei diesem Bahnhof mit über 225.000 täglichen Reisenden (2023) [1] um den meist frequentiertesten Bahnhof

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Stuttgart: Verkehrsversuch Superblock West

modaler Filter für Durchlässigkeit des Rad- und Fußverkehrs

Nach dem Vorbild der Superilles aus Barcelona wurde in Stuttgart am 4. Juni 2024 ein Verkehrsversuch gestartet, um zu testen, inwieweit ein Superblock auch in Deutschland erfolgreich sein kann. Dafür wurden insgesamt zwei mal fünf Häuserblöcke zu einem Superblock zusammengefasst. Eine Übersichtskarte ist auf der Website superblock-west.de dargestellt. Dort wird auch das Prinzip erklärt.  Der

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Köln: Ladebordstein

Detailansicht Ladebordstein

Für batterieelektrisch betriebene Pkw fehlen Ladesäulen im öffentlichen Straßenraum. Klassische Ladesäulen verbrauchen viel Fläche und reduzieren damit das Platzangebot des ruhenden Verkehrs. Zudem wird durch die allgemeine Verkehrswende der verfügbare Platz im öffentlichen Straßenraum mehr und mehr vom Fuß-, Rad- und öffentlichem Verkehr beansprucht. Eine Möglichkeit diesen zusätzlichen Flächenverbrauch von öffentlichen Ladesäulen zu reduzieren, ist

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Aachen: Warum es so wichtig ist, dass Infrastruktur selbsterklärend ist

Auto parkt auf Radfahrstreifen

Verkehrsinfrastruktur muss selbsterklärend sein. Was heißt das genau? Es bedeutet, dass es für Verkehrsteilnehmer:innen jederzeit eindeutig und verständlich sein muss, wie man sich im Straßenverkehr zu verhalten hat und welche Verkehrsflächen für welchen Zweck bestimmt sind. Gerade die Radverkehrsinfrastruktur ist aber häufig nicht eindeutig markiert, beschildert oder gar durchgängig gebaut. Radfahrende benötigen oft Ortskenntnis, um

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Pedestrians first: Warum der Fußverkehr zu stärken ist

Wegweisung und Umgebungskarte in der London Underground

Fußverkehr ist die nachhaltigste Fortbewegungsform. Bei zunehmender Ressourcenknappheit, sei es Energie oder Personal, wird der Fußverkehr künftig eine stärkere Rolle spielen. Dazu kommt, dass der Fußverkehr automatisch auch bei allen anderen Verkehrsarten, sofern man sein Auto nicht in der heimischen Garage stehen hat, Bestandteil einer Reisekette ist. Ein Planungsprinzip aus den Niederlanden, unter anderem angewendet

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Ampellicht am Boden

Lichtsignalanlage (Ampel) mit zusätzlichem Leuchtstreifen am Boden, zur Zeit mit rotem Signal.

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit des Fußverkehrs kann an Lichtsignalanlagen (ugs. „Ampeln“) zusätzlich zum meist gegenüber positionierten Lichtsignal ein Leuchtstreifen am Boden angebracht werden. Dieser wiederholt die aktuelle Farbe des eigentlichen Lichtsignals. Entsprechend wechselt die Farbe des Leuchtstreifens von rot auf grün, sobald auch das dazugehörige Lichtsignal wechselt. Diese Maßnahme ist insbesondere für Personen, die ihr

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