
Die High Line ist ein beliebter Ort für Spaziergänge inmitten von New York. Sie gilt heute als eines der bekanntesten Beispiele dafür, wie eine stillgelegte Verkehrsinfrastruktur zu einer Steigerung der Aufenthaltsqualität und gleichzeitig besseren Vernetzung beitragen kann.
Ursprünglich war die High Line eine erhöhte Güterzugtrasse im Westen Manhattans. Nach ihrer Umgestaltung entstand daraus eine rund 2,6 Kilometer lange, autofreie Promenade, die nicht nur als Grünraum fungiert, sondern auch verschiedene Stadtbereiche miteinander verbindet. Genau darin liegt ihre besondere Bedeutung für den Mobilitätsbereich: Sie zeigt, dass Infrastruktur nicht nur dem schnellen Durchkommen dienen muss, sondern auch als öffentlicher Raum mit hoher Aufenthaltsqualität für den Fußverkehr gedacht werden kann. Im Kontext nachhaltiger Mobilität ist die High Line ein Beispiel dafür, wie sich bestehende Strukturen umnutzen lassen, statt immer neue Verkehrsflächen zu schaffen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts sind die umfangreichen Grünflächen entlang der Trasse. Die High Line verfügt über zahlreiche bepflanzte Bereiche mit Gräsern, Stauden, Sträuchern und Bäumen, die sich an der Vegetation orientieren, die auf der stillgelegten Bahnstrecke ursprünglich spontan gewachsen war. Darüber hinaus befinden sich zahlreiche Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten auf der Trasse. Entlang der gesamten High Line befinden sich Bänke, Sitzstufen, Liegeflächen sowie Aussichtspunkte, die zum Verweilen einladen und den Erholungswert des öffentlichen Raums erhöhen. Dadurch wird die High Line nicht nur zu einem Verkehrs- und Verbindungsraum, sondern zugleich zu einem Ort der Begegnung und Erholung.
Darüber hinaus ist auch der städtebauliche Effekt zu erwähnen. Rund um die High Line hat sich das Umfeld deutlich aufgewertet, was die Attraktivität des Gebiets verbessert hat. So wurde beispielsweise das Bauwerk Vessel errichtet, das von der High Line aus besonders gut einsehbar ist und neben Einwohnenden auch zahlreiche Touristinnen und Touristen anlockt. Die einzigartige Perspektive von der High Line aus wird durch einen rund 8 m erhöhten Verlauf der alten Güterzugtrasse ermöglicht. Diese erhöhte Position schafft nicht nur einen besonderen Ausblick, sondern separiert den Fuß- vom Rad- und Kfz-Verkehr, wodurch die Verkehrssicherheit erhöht wird.
Die High Line ist deshalb ein Best-Practice-Beispiel, weil sie zeigt, wie aus einem ehemaligen Güterverkehrskorridor ein Ort werden kann, der Mobilität, Klimaschutz und urbane Lebensqualität zugleich stärkt.
Weitere Best Practices zeigen wir auch auf unserer Karte.





